Alternative Energiequellen
Übersicht über alternative Energiequellen zur Stromerzeugung
Alternative Energiequellen wie Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft und Geothermie werden zukünftig den weltweit benötigten Energiebedarf nahezu vollständig decken müssen.
Etwa 7% des elektrischen Stroms wird in Deutschland bereits mithilfe von Windkraftanlagen erzeugt.
Weitgehend ungenutzt ist bislang das weltweit große Potenzial der Offshore-Windenergie.
Sonnenenergie wird mittels Photovoltaik-Anlagen direkt verstromt oder mittels Solarthermie-Kraftwerke in nutzbare Wärmeenergie umgewandelt.
Im Rahmen des Desertec-Projekts sollen bis zum Jahr 2050 etwa 10-25% des europäischen Strombedarfs durch Solarthermie-Kraftwerke in den Wüstenregionen Nordafrikas gedeckt werden.
Wasserkraftwerke helfen die Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Wind und Sonne auszugleichen. Steht zu wenig Energie zur Verfügung, wird das angestaute Wasser zur Stromgewinnung genutzt. Darüber hinaus dienen Pumpspeicherkraftwerke zum Speichern von Energieüberschüssen.
Meeresströmungs-, Gezeiten- und Wellenkraftwerke nutzen bereits die Bewegungsenergie der Meere. Zukünftig sollen auch die Temperaturdifferenzen in unterschiedlichen Meerestiefen durch sogenannte OTEC-Kraftwerke (engl. Ocean Thermal Energy Conversion) verstromt werden.
Osmose-Kraftwerke können zudem den unterschiedlichen Salzgehalt zwischen Süßwasser und Meerwasser für die Stromgewinnung nutzen. 2009 nahm das erste Kraftwerk dieser Art in Norwegen den Betrieb auf.
Beschränkte sich die Nutzung der Geothermie bislang auf vulkanisch aktive Regionen, könnte zukünftig die in 3.000 bis 6.000 Metern gespeicherte Erdwärme mithilfe von EGS-Kraftwerken weltweit erschlossen werden. Anstelle von Thermalquellen dienen hier künstlich angelegte Tiefenwasserreservoire als Wärmeüberträger.